AKTUELLES

2026

Titel: Gaia
Format: 180 x 130 cm
Medium: Öl auf Leinwand
Gedicht-Beitrag für die Website: Torger Buneman
Zum Werk
Das monumentale Ölgemälde „Gaia“ setzt sich mit der Ambivalenz zwischen ungezähmter Naturgewalt und der Fragilität unserer modernen Welt auseinander. Im Zentrum der dramatischen Chiaroscuro-Komposition steht die antike Erdmutter. Sie hält ein Puzzlestück mit den Konturen einer Weltkarte in den Händen – ein konzeptuelles Sinnbild für ein globales Gefüge, das aus den Fugen geraten ist. Das Werk wirft die Frage nach einer Neuordnung auf, lässt die Antwort jedoch bewusst offen und fordert zur individuellen Reflexion auf.
Literarische Begleitung
mit dem Lyriker Parijato aus dem Lübecker Lyrik-Treff, welcher mit uns gemeinsam sein Gedicht passend zu Gaia in der Kunsttankstelle ausgestellt hat.
Gaia

Ich tret` vor das Tuch, das im Dämmerlicht bebt
Wo das Grau sich stolz aus den Farben erhebt.
Du, Gaia, die Erste, aus dem Chaos erwacht,
hältst in der Rechten, was uns Wissen nicht bracht’.

Ein Puzzlestück ragt aus der Hand hervor,
als suchtest du irrend das verlorene Tor.
Ist es Geist, den die Materie vergisst?
Oder Leben, das mehr als Summe ist?

Die Wirbel des Windes, die Körper umwehn,
wollen doch endlich das Ganze verstehn.
Du bist nicht Stein, nicht Kruste nicht Sand,
Du bist das Gewebe, das uns alle verband.

In der Beziehung erst wird die Wahrheit laut:
Dass die Erde uns anblickt, als lebende Braut.
Wir suchten im Äther, wir suchten das Licht,
doch fanden das Ganze im Einzelnen nicht.

Das Puzzlestück, Gaia, bist du allein,
das immer Fehlende, um eines zu sein.
In deinem Erscheinen bricht das „Ich“ seine Zelle
und findet im „Du“ seine schöpfende Quelle

So steht sie im Sturm, zwischen Blitz und dem Meer.
Das Geheimnis des Wissens und doch völlig leer
Gaia ist da – das Bild wird zum Schrein,
indem wir begreifen: Wir sind niemals allein.

(Torger Buneman)
Gaia

Septemver 2025

"Chronos", Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm, 2021

timemashine
chronos, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm, 2021

Chronos zeigt eine von Menschen gebaute urbane Welt des Anthropozän. Auf der linken unteren Seite des Bildes befindet sich ein unbekanntes Objekt, in dem ein Mensch steht. Derartige Maschinen, die ein beliebiges Vor- und Zurückbewegen in der Zeit erlauben, sind heute noch Fiktionen.

Zeitmaschinen sind häufig auch Ausgangspunkt für Geschichten von Alternativwelten. Der Zeitreisende ändert die Vergangenheit, die Geschichte entwickelt sich anders als überliefert. Es entsteht eine parallele Geschichte.

Arbeit, Alltag, Rituale, Industriemuseum Herrenwyk, 15.3. – 14.9.2025

„Gärtnerin“

Der Druckstock ist eine Milchtüte bzw. ein Plexiglas aus einem Bürozubehör von heute, dessen tiefschwarze Linien und raue Texturen die Schwere der Arbeit förmlich spürbar machen, dient als bewusstes Mittel, um die „Schwärze“ der körperlichen Belastung und die unsichtbaren Narben dieser Arbeit zu visualisieren. Die „Drecksarbeit“, die mit Hitze, Schmutz und körperlicher Erschöpfung einhergeht, findet so ihren Ausdruck in jedem gestochenen Strich auf Milchtüten sowie Plexiglasdruckstöcken.

Das Medium der Milchtüte ist eine bewusste Wahl und thematisiert die einst knappen Milchrationen, die den Arbeitern zur Verfügung standen. Die Plexiglasdruckstöcke sind Schubladen von Ordnungssystemen aus Büros von heute, die für meine künstlerisches Projekt zum Symbol der Arbeit von heute dient.

Die Rationierung spiegelt die generelle Vernachlässigung von Menschen wider, die unter schweren Bedingungen arbeiten. Heute, wie damals, sehen wir Parallelen in der Behandlung von Arbeiter*innen, die unter prekären Bedingungen ihre Körper opfern, um das Rückgrat der Industrien zu bilden.

Durch die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart möchte ich die Betrachter*innen auf die Kontinuität der Ungerechtigkeiten aufmerksam machen und gleichzeitig den stillen Helden dieser Arbeit den Raum geben, den sie verdienen.

In der Ausstellung werde ich eine Druck-Serie gemischt aus Druckstöcken von Milchtüten und Prexiglaselementen, ca. DinA 4 Menschen aus d er Zeit zeigen, dazu kann man sich Zeitzeugen anhören, die über ihr Alltagsleben interviewt werden. Die Drucke sollen an der Rezeption zum Verkauf zur Verfügung stehen.

Gastarbeiter

„stille Ration“, Serie, Druckplatten auf Milchtüten & Plexiglas für Kaltnadelradierung, 2024

Die Arbeiter lebten unter schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Es gab unter anderem eine eingeschränkte Milchration für Arbeiter im Hochofenwerk Herrenwyk während des Betriebs des Werks. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Milch galt damals als nahrhaftes Lebensmittel, welches die nötige Energie liefern sollte. Doch gerade in wirtschaftlich schwierigen Phasen war die Verfügbarkeit von Grundnahrungsmitteln wie z. B. Milch eingeschränkt.

In meiner Arbeit zeige ich Motive auf Druckstöcken die oft übersehene Härte und Würde der Arbeiter in den Mittelpunkt stellen – sowohl damals im Hochofenwerk Herrenwyk als auch heute in modernen Industrien. Motive werden die harte Körperliche Arbeit wie das Schaufeln und Transportieren von Materialien, das Schweißen und Gießen, ausgesetzt unter enormer Hitze, welches an der Tagesordnung war.  Aber auch die Frauen, wie sie die Gartenarbeit oder in Küchen die Arbeit geleistet haben. Manchmal sind Portraits, manchmal mehrere Arbeiter auf einem Motiv zu sehen.

„Transport“ benutzter Druckstock eines Büromaterials aus Plexiglas
„Transport“ benutzter Druckstock eines Büromaterials aus Plexiglas

Februar 2025

"Feuer", Vernissage am 01.02.2025

weicher Knall
"Weicher Knall", 60x60 cm, Öl auf Leinwand, 2025

75. Ausstellung der Gemeinschaft Lübecker Künstler in der Galerie Artler, Große Burgstraße 32 in Lübeck. 

Um 16 Uhr am 1.Februar ist die Vernissage.

Mai 2025

Am 2.5.25 um 19:00 Uhr Vernissage Gemeinschaftsausstellung „Drei Farben: WEISS“ 

März 2025

Arbeit, Alltag, Rituale

Industriemuseum Herrenwyk

Ausstellungstermin 15.3. – 14.9.2025

Labor et Vita, Druck auf Milchtüte, Büttenpapier, 29,7x42cm 2024
o. T., Kaltnadelradierung auf Tetrapack, 297x420 cm, 2024

„Stille Ration“, Serie, Druckplatten auf Milchtüten & Plexiglas für Kaltnadelradierung, 2024

Die Arbeiter im Hochofenwerk Herrenwyk lebten Anfang des 20. Jahrhunderts unter extremen Bedingungen. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg gab es für sie oft nur eingeschränkte Milchrationen – ein damals wichtiges Grundnahrungsmittel.

Meine Arbeit „stille Ration“  zeigt die Härte und Würde der Arbeiter – damals und heute. Auf Druckplatten aus Milchtüten und Plexiglas stelle ich körperliche Arbeit dar: Schaufeln, Schweißen, Gießen unter enormer Hitze, aber auch die Arbeit der Frauen in Küchen und Gärten. Die tiefen Linien der Drucke lassen die schwere dieser Arbeit spürbar werden und zeigen die „Drecksarbeit“, die oft unsichtbar bleibt.

Die Milchtüten symbolisieren die knappen Rationen jener Zeit, während Plexiglas aus heutigen Ordnungssystemen in Büros die Verbindung zur modernen Arbeitswelt schlägt. Beide Medien rücken die Belastungen und Opfer der Arbeiter ins Bewusstsein.

In der Ausstellung „Arbeit, Alltag, Rituale“ im Industriemuseum Herrenwyk präsentiere ich eine Serie von Druckplatten, begleitet von Interviews mit Zeitzeugen über ihren Alltag. Die Drucke sind an der Rezeption erhältlich.

Dieses Projekt verbindet Vergangenheit und Gegenwart, um auf die anhaltenden Ungerechtigkeiten in der Arbeitswelt aufmerksam zu machen.

netter Podcast https://museumsradio.podigee.io/47-new-episode

„Die Neuen“, Defacto Art neben dem Holstentor

Am 28.3.25 ist die Vernissage „Gemeinschaftsausstellung der Defacto-Art Neumitglieder“ um 19:00 Uhr. In der Ausstellung „Die Neuen“ zeige ich Pflanzenlandschaften, inspiriert durch  ihre Blumentöpfe auf der Fensterbank.

März 2024

 Sommeratelier 2024

World Naked Bike Ride

Februar 2024

„WORT“ Gemeinschaft Lübecker Künstler stellen im Günter-Grass-Haus aus.

Titel „Sprich! –

loquere!“, Ac

„Sprich“, 40×50 cm, Acryl auf Leinwand, 2024

ryl af Leinwand, 50 x 60 cm, IPad, ChatGPT interaktiv sprechend, Rahmung Holz, schwarz gebeizt, 2024

Das Leinwandbild ist in einem groben Pinselduktus mit Acrylfarben gemalt. Das Auge verleiht scheinbar eine freundliche Atmosphäre, verliert den Betrachter aber dennoch nie aus dem Blick.

Die Arbeit bezieht sich auf die Verhaltenskontrolle des Romans 1984 von George Orwel. „Sprich“, ein Acrylbild mit einem IPad, beides schwarz gerahmt, vereint traditionelle Malerei mit künstlicher Intelligenz.

Die Kunstinstallation verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart durch die Schnittstelle Klassische Malerei und Künstliche Intelligenz . Das überdimensionale Auge auf dem Bild kann als Metapher für beobachtende Kontrolle und Analyse der Gesellschaft gesehen werden, charakteristisch für Günter Grass als Gesellschaftskritiker. Das iPad mit ChatGPT unter dem Auge symbolisiert den Fortschritt der künstlichen Intelligenz und deren Einfluss auf die moderne Gesellschaft. Das Kunstwerk lädt dazu ein, die ethischen und sozialen Fragen im Zusammenhang mit KI in den Kontext unserer digitalen Ära zu stellen.

Günter Grass, hätte er heute gelebt, wäre sicherlich von den ethischen und sozialen Fragen angetrieben gewesen, die mit der KI verbunden sind. Die Interaktion zwischen dem Publikum und der KI auf dem iPad ermöglicht es den Betrachtern, sich in einen Dialog mit diesen zeitgenössischen Themen einzubringen und sich Gedanken über die Verbindung zwischen Kunst, Gesellschaft und Technologie zu machen.

November 2023

„Lass es laufen“ Gemeinschaft Lübecker Künstler stellen im Kettenlager  der Kulturwerft Gollan aus.

 

August 2022

„Drei Liebende kopfüber“ GEDOK Schleswig-Holstein, Museumsnacht, 18 bis 24. Uhr

Lesung mit der Literatin Karla Lettermann

Juli 2022

Lange Nacht der Museen, GEDOK Schleswig-Holstein

Barbara Engel & Caro Windt

In dem Projekt „interaktiver Bauchladen – die mobile Staffelei“, habe ich die Schauspieler mit meiner Bauchstaffelei während der Proben im Theater Lübeck skizziert. Dies habe ich in der Museumsnacht in der Geschäftsstelle der GEDOK S-H ausgestellt.

Flaschenpost, 3D Bildobjekt, Öl auf Holz 2021

2021 habe ich das Kunstwerk zum akustischen Leben erweckt, indem ich es zu einem Klangkörper der Literatur verwandelte. Aus dem Bildobjekt klangen drei Kurzgeschichten, gelesen von der Literatin Karla Lettermann zum Thema Zeitreise & einer Flaschenpost: „Sophie findet 2022 eine Flaschenpost aus dem Jahr 1986. Diese Geschichte ist ein Teil des Projekts „Flaschenpost-Reigen“ – eines medienübergreifenden Kunstwerks, das vom 2.7. – 28.8.2022 in der Galerie carlsart-78 in Eckernförde zu sehen war.“

https://karla-letterman.de/1986-2022/